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Mit Wirkung vom 05.11.2008 wurde die
Anzahl der Noten für das Arbeits- und Sozialverhalten von sechs auf drei
reduziert. Durch diese Noten wird die Entwicklung übergreifender sozialer
und persönlicher Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler dokumentiert.
„Ausbildungsfähigkeit und Studierfähigkeit, eine eigenverantwortliche
Lebensgestaltung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfordert über
Wissen und Kenntnisse hinaus übergreifende soziale Kompetenzen,
Einstellungen und die Verfügung über ein angemessenes
Verhaltensrepertoire.“ (Zitat aus der Handreichung des Ministeriums für
Schule und Weiterbildung vom November 2008).
Die Noten beziehen sich auf den Beurteilungsbereich
des Arbeitsverhaltens, der zwei Kompetenzbereiche umfasst:
- Leistungsbereitschaft
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt
Ferner wird eine Note für den Beurteilungsbereich des
Sozialverhaltens gegeben.
Das von der
Schulprogrammarbeitsgruppe „Prima Klima“ entwickelte bisherige Konzept für
das Pestalozzi-Gymnasium ist nun überarbeitet worden, die Zustimmung des
Kollegiums liegt vor und der Eilausschuss der Schulkonferenz hat ebenfalls
zugestimmt.
Kern dieses Konzeptes sind transparente Indikatoren,
um die einzelnen Kompetenzbereiche mit nachvollziehbaren Notenstufen
versehen zu können. Folgende Noten werden vergeben:
- sehr gut = entspricht den
Anforderungen in besonderem Maße
- gut = entspricht den
Anforderungen in vollem Maße
- befriedigend = entspricht den
Anforderungen im Allgemeinen
- unbefriedigend = entspricht den
Anforderungen noch nicht
Am PGU werden vor den Zeugnissen in
der Sekundarstufe I die Notenvorschläge durch das Klassenleitungsteam bzw.
durch die Klassenleitungen und ihren Stellvertretungen erstellt, in der
Sekundarstufe II durch die Tutorin/den Tutor und eine weitere Lehrkraft,
die die Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Deren Vorschläge werden
diskutiert und im Rahmen der Versetzungs- bzw. der Zeugniskonferenzen
verabschiedet. Für das PGU gilt folgendes Kriterienraster:
Kriterien für die Ermittlung der Noten zum
Arbeits- und Sozialverhalten
Arbeitsverhalten
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Indikatoren/beobachtbares Verhalten
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Leistungsbereitschaft
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-
arbeitet konzentriert, auch über einen längeren Zeitraum
-
arbeitet auch an ungeliebten/unattraktiven Aufgaben/auch
nach (relativen) Misserfolgserlebnissen
-
zeigt Interesse an neuen Themen und Aufgabenstellungen
und nimmt diese in Angriff
-
fragt nach und verlangt Klärung, wenn eine Aufgabe oder
ein Arbeitszusammenhang nicht verstanden wird |
Zuverlässigkeit und Sorgfalt
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-
erscheint pünktlich zum Unterrichtsbeginn und zu
vereinbarten Terminen
-
hält Absprachen gewissenhaft und zuverlässig ein
-
hat die Arbeitsmaterialien vollständig parat
-
geht mit den Arbeitsmaterialien pfleglich und
verantwortungsbewusst um |
Sozialverhalten
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-
nimmt verantwortungsbewusst Aufgaben und Pflichten für
die Klasse/Gruppe wahr
-
erkennt unterschiedliche Ideen an und trägt dazu bei,
eine gemeinsam getragene Lösung zu finden
-
hält vereinbarte Regeln ein und beachtet
Höflichkeitsformen situationsangemessen
-
erkennt Leistung anderer an, hört angemessen zu und
lässt andere ausreden
-
hört zu, wenn Kritik an der eigenen Leistung oder dem
eigenen Verhalten geübt wird und ist bereit, sich mit der Kritik
sachlich auseinander zu setzen
-
nimmt Konflikte mit anderen wahr, spricht diese
angemessen an und versucht sie mit friedlichen Mitteln zu lösen
-
benutzt eine Sprache, die andere nicht diskriminiert und
beleidigt |
Wesentliche Anmerkungen zum Beurteilungsverfahren:
Im Beurteilungsbereich
„Arbeitsverhalten“ geht es vor allen Dingen darum, die Lernanstrengungen
zu dokumentieren, die sich nicht zwangsläufig in einer guten oder sogar
sehr guten Fachbewertung ausdrücken.
Die Bewertung des Sozialverhaltens
von Schülerinnen und Schülern bezieht sich auf deren Verhalten im weiteren
schulischen Kontext (Unterricht, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten, Pausen,
etc.), jedoch nicht auf deren Verhalten im privaten Bereich.
Ein positives Sozialverhalten ist
nicht mit Konfliktvermeidung um jeden Preis gleichzusetzen. Kompetenzen
zeigen sich vielmehr darin, eigene Standpunkte in der Sache engagiert, im
Umgang jedoch respektvoll und ohne persönliche Verletzungen zu vertreten.
In die Beurteilung des
Sozialverhaltens fließt auch ein, wenn sich die Schülerinnen und Schüler
in besonderer Weise engagieren. Dies sind z. B. Aktivitäten in folgenden
Bereichen:
-
Beteiligung an der Schulmitwirkung
(Klassensprecherin/Klassensprecher, Schülersprecherin/Schülersprecher)
-
Besonderes Engagement bei Projekten der Schule
-
Mitgliedschaft in der BigBand, einer Theatergruppe, einem
Schulchor
-
Teilnahme an überschulischen Wettbewerben (z. B. in
schulischen Sportmannschaften)
-
Streitschlichtung
-
Schulsanitätsdienst
-
Mitarbeit in Schülerzeitung
-
Patenschaften
-
Mitarbeit im Bereich des Ganztags (z. B. Ausgabe der Spiel-
und Sportgeräte, Übermittagsangebote)
-
Mitarbeit und Engagement bei SNAP
-
Übernahme weiterer bestimmter Aufgaben in der Schule (z. B.
Sporthelfer)
-
Mitwirkung bei der Ausgestaltung internationaler Begegnungen
-
Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung sportlicher
Wettkämpfe
-
Mitarbeit beim Zusammenwirken mit außerschulischen Partnern
und Imstitutionen
gez.
Helmut Schorlemmer
Schulleiter
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