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Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Pestalozzi-Gymnasiums
verbrachten sieben erlebnisreiche Tage in der herrlichen Bergwelt
Südtirols in Jochgrimm bei Bozen.
Für die 72 Anfänger
bedeutete der Sportkurs das Erlernen einer neuen Sportart, nämlich des
Skifahrens mit den Besonderheiten des Gleitens.
Die individuellen
motorischen Lernerfolge konnten in der Eigenwahrnehmung im
Vergleich zur Fremdbeobachtung bei den anderen bewusst erlebt und
eingearbeitet werden.
Insbesondere die
Koordination in den Aspekten Koppelungs-, Differenzierungs-,
Orientierungs-, Reaktions-, Umstellungs-, Rhythmisierungs- und
Gleichgewichtsfähigkeit wurde neben Ausdauer, Kräftigung der
Haltemuskulatur sowie Schnelligkeit und Beweglichkeit beim Skifahren
verbessert.
Zusätzlich wurde das
Herz-Kreislauf-System und die Lungenfunktion in der Höhenlage
trainiert.
Aspekte von Gesundheit und
Erholung, Abenteuer und Vergnügen, Naturerlebnis und Naturbewältigung,
Empfindungen von Geschwindigkeit, Körperlichkeit und Ästhetik konnten
hautnah erlebt werden.
Da das Jugendhotel auf
2000m Höhe direkt neben den Pisten liegt, konnten die Schülerinnen und
Schüler viereinhalb bis fünf Stunden täglich im Skilauf sowie nebenbei
konditionell geschult werden. Dabei führte die mehr als
eineinhalbstündige Mittagspause zur Entspannung der Muskulatur und
Verarbeitung der Lernprozesse. Dies ermöglichte außergewöhnlich gute
Lernerfolge und verhinderte Verletzungen und Unfälle.
Der Zusammenhalt in den
kleinen Skigruppen (bis maximal 12 Personen) wurde durch die Übernahme von
verantwortungsvollen Aufgaben vertieft.
Die Ski-Übungsleiter waren
Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule, die sich regelmäßig mit einem
staatlich geprüften Skilehrer und ehemaligen Fachleiter für Sport
fortbilden. Neue Kenntnisse über Techniken (Spezialformen der
Carvingtechnik), Methoden und Spielformen konnten so theoretisch
vermittelt und praktisch angewendet werden.
Zudem wurden die eigenen
Schülerinnen und Schüler individuell und schülerorientiert mit
abwechselnden Methoden und Zielrichtungen (Pädagogischen Perspektiven)
unterrichtet. Unterstützt wurden wir durch einen im Skilauf ausgebildeten
auswärtigen Rettungssanitäter, der zum wiederholten Male eine Skigruppe
übernahm.
Die Minimalziele (Kompetenzen) wie sicheres Beherrschen der
„Blauen“ Piste, Liftfahren mit Teller- und Sessellift sowie richtiges
Anwenden der Lift- und Pistenregeln wurden erreicht. Alle bewältigten die
„Roten Pisten“ sogar mit den schwierigen steileren Hängen auf dem Schwarz-
und Weißhorn.
Die
Fortgeschrittenen unternahmen am drittletzten Tag eine Tour zum
anspruchsvollen Skigebiet zwischen Obereggen und Pampeago. Hier konnten
sie ihr Können auch auf der „Schwarzen Piste“ anwenden. Nach sechs Stunden
fielen die Skifahrer ermüdet aber voller Erlebnisse in die Sitze des
Busses.
An
den Abenden wurden in den Gruppen die Erfahrungen des Tages besprochen und
ökologische Fragestellungen über die Besonderheiten des sensiblen
Alpenraums diskutiert.
Weitere Höhepunkte waren das große Abschlussrennen und die
Ski-Jux-Rallye. Juliane K. (9b) wurde Schulmeisterin knapp vor
Deike B. (9a) und Jasmin W. (9d) im Riesenslalom, den fast alle
Schülerinnen und Schüler, ehemalige Anfänger sowie Fortgeschrittene,
erfolgreich absolvierten. Jan B. (9d) wurde bei den Jungen
Schulmeister vor Maxi R. (9b) und Stefan G. (9c). Siegerin beim
Riesenslalom der ehemaligen Anfängerinnen wurde Anastasia S. (9b)
und Benjamin P. (9c) gewann bei den Anfängern.
Der
allgemeine Eindruck war: „Wir alle haben unvergessliche Tage erlebt“. Für
das nächste Jahr wurde schon der dann 23. Skikompaktkurs vorgebucht.
Die Resonanz dieses
Skikompaktkurses ist unter den beteiligten Schülerinnen und
Schülern, Eltern sowie
Lehrerinnen und Lehrern wegen der Lernerfolge und der erworbenen
Kompetenzen und vermittelten Methoden beim Skifahren, der konditionellen
und gesundheitlichen Verbesserungen, der sozialen Integration und des
Naturerlebnisses überaus positiv.
(Leiter des
Skikompaktkurses Jürgen Moos)
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