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Skikompaktkurs 2009 in Jochgrimm

 

Skikompaktkurs 2009

 

96 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Pestalozzi-Gymnasiums verbrachten sieben erlebnisreiche Tage in der herrlichen Bergwelt Südtirols in Jochgrimm bei Bozen.

Für die 72 Anfänger bedeutete der Sportkurs das Erlernen einer neuen Sportart, nämlich des Skifahrens mit den Besonderheiten des Gleitens.

Die individuellen motorischen Lernerfolge konnten in der Eigenwahrnehmung im Vergleich zur Fremdbeobachtung bei den anderen bewusst erlebt und eingearbeitet werden.

Insbesondere die Koordination in den Aspekten Koppelungs-, Differenzierungs-, Orientierungs-, Reaktions-, Umstellungs-, Rhythmisierungs- und Gleichgewichtsfähigkeit wurde neben Ausdauer, Kräftigung der Haltemuskulatur sowie Schnelligkeit und Beweglichkeit beim Skifahren verbessert.

Zusätzlich wurde das Herz-Kreislauf-System und die Lungenfunktion in der Höhenlage trainiert.

Aspekte von Gesundheit und Erholung, Abenteuer und Vergnügen, Naturerlebnis und Naturbewältigung, Empfindungen von Geschwindigkeit, Körperlichkeit und Ästhetik konnten hautnah erlebt werden.

Da das Jugendhotel auf 2000m Höhe direkt neben den Pisten liegt, konnten die Schülerinnen und Schüler viereinhalb bis fünf Stunden täglich im Skilauf sowie nebenbei konditionell geschult werden. Dabei führte die mehr als eineinhalbstündige Mittagspause zur Entspannung der Muskulatur und Verarbeitung der Lernprozesse. Dies ermöglichte außergewöhnlich gute Lernerfolge und verhinderte Verletzungen und Unfälle.

 Der Zusammenhalt in den kleinen Skigruppen (bis maximal 12 Personen) wurde durch die Übernahme von verantwortungsvollen Aufgaben vertieft.

Die Ski-Übungsleiter waren Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule, die sich regelmäßig mit einem staatlich geprüften Skilehrer und ehemaligen Fachleiter für Sport fortbilden. Neue Kenntnisse über Techniken (Spezialformen der Carvingtechnik), Methoden und Spielformen konnten so theoretisch vermittelt und praktisch angewendet werden.

Zudem  wurden die eigenen Schülerinnen und Schüler individuell und schülerorientiert mit abwechselnden Methoden und Zielrichtungen (Pädagogischen Perspektiven) unterrichtet. Unterstützt wurden wir durch einen im Skilauf ausgebildeten auswärtigen Rettungssanitäter, der zum wiederholten Male eine Skigruppe übernahm.

 Die Minimalziele (Kompetenzen) wie sicheres Beherrschen der „Blauen“ Piste, Liftfahren mit Teller- und Sessellift sowie richtiges Anwenden der Lift- und Pistenregeln wurden erreicht. Alle bewältigten die „Roten Pisten“ sogar mit den schwierigen steileren Hängen auf dem Schwarz- und Weißhorn.

Die Fortgeschrittenen unternahmen am drittletzten Tag eine Tour zum anspruchsvollen Skigebiet zwischen Obereggen und Pampeago. Hier konnten sie ihr Können auch auf der „Schwarzen Piste“ anwenden. Nach sechs Stunden fielen die Skifahrer ermüdet aber voller Erlebnisse in die Sitze des Busses.

An den Abenden wurden in den Gruppen die Erfahrungen des Tages besprochen und ökologische Fragestellungen über die Besonderheiten des sensiblen Alpenraums diskutiert.

Weitere Höhepunkte waren das große Abschlussrennen und die Ski-Jux-Rallye. Juliane K. (9b) wurde Schulmeisterin knapp vor Deike B. (9a) und Jasmin W. (9d) im Riesenslalom, den fast alle Schülerinnen und Schüler, ehemalige Anfänger sowie Fortgeschrittene, erfolgreich absolvierten. Jan B. (9d) wurde bei den Jungen Schulmeister vor Maxi R. (9b) und Stefan G. (9c). Siegerin beim Riesenslalom der ehemaligen Anfängerinnen wurde Anastasia S. (9b) und Benjamin P. (9c) gewann bei den Anfängern.

Der allgemeine Eindruck war: „Wir alle haben unvergessliche Tage erlebt“. Für das nächste Jahr  wurde schon der dann 23. Skikompaktkurs vorgebucht.

Die Resonanz dieses Skikompaktkurses ist unter den beteiligten Schülerinnen und

Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern wegen der Lernerfolge und der erworbenen Kompetenzen und vermittelten Methoden beim Skifahren, der konditionellen und gesundheitlichen Verbesserungen, der sozialen Integration und des Naturerlebnisses überaus positiv.

(Leiter des Skikompaktkurses Jürgen Moos)

 


Tagesberichte

Sonntag, 15. März 2009

 

Nachdem wir erstmal jede Menge Schlaf nachgeholt und Kraft getankt hatten, ging’s nach dem „leckeren“ Frühstück auf die Piste.

Für die Anfänger ging es erstmal auf den "Idiotenhügel", wo sie lernten, wie man auf den Skiern überhaupt steht, und dann auf die Piste. Die Fortgeschrittenen durften schon auf steilere und schwierigere Abhänge. Die Stimmung war mehr oder weniger gut und der Tag verlief alles in allem ohne größere Zwischenfälle.

Das Wetter war gegen Morgen zwar noch nicht so super, aber nachmittags kam dann die strahlende Sonne raus und brachte auch die ersten Sonnenbrände mit sich. Auch die Lehrer hatten ihren Spaß, aber sich auch mal langgelegt.

Jetzt, um zehn nach neun, ist langsam Ruhe im Hotel Schwarzhorn eingekehrt, man hört zwar noch ab und zu Leute rufen, aber eigentlich werden so langsam alle müde und wollen sich für Montag ausruhen, damit es morgen genauso gut wird wie heute.

 


Mittwoch, 18. März 2009

 

Viele Schüler wurden heute Morgen durch den pfeifenden Bergwind geweckt. Nach dem Frühstück fuhr ein Teil der Schüler nach Obereggen um einen fantastischen Skitag zu erleben. Erzählungen zu folge waren die Pisten dort länger, steiler, gefährlicher und aufregender als in Jochgrimm. Die restlichen Schüler wurden auf unterschiedliche Skigruppen aufgeteilt um ihre Techniken zu verbessern. Beim gemeinsamen Mittagessen tankte man Kräfte für das darauf folgende weiterführende Skitraining. Am heutigen Abend konnten wir uns von den Strapazen erholen.

 


 

Donnerstag, 19. März 2009

 

Heute Vormittag übten die Fortgeschrittenen, trotz Muskelkater vom Vortag und einigen gesundheitlichen Defiziten, ihre Synchron-Formationen. Einige probierten sich sogar an schwierigeren Figuren wie zum Beispiel das „Zöpfe flechten“. Die ‚Anfänger’ bewältigten heute mit Bravour die Buckelpiste. Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Käsesoße und anschließend Brathähnchen mit Bohnen und Kartoffelpüree. Von dem Mittagessen gestärkt fuhren alle, bis auf wenige Ausnahmen, durch Wind und Schnee. Obwohl die Sicht getrübt war, machten alle eine gute Figur auf den Skiern. Das freie Fahren, nach den Übungsstunden, wurde trotz der Kälte genutzt. Erschöpft vom Skifahren setzten wir uns mit den Schülern vom Archigymnasium aus Soest zusammen auf den Flur. Am Abend stürzten sich alle mit Begierde auf die Pizza. Momentan werden in der Schloss-Bar die Bässe aufgedreht und einige lernen Standardtänze wie Cha Cha Cha oder auch anderweitige Tänze Jumpstyle. Um 22:30 ist dann leider wie jeden Abend Nachtruhe. Gute Nacht und liebe Grüße

Ricarda und Jasmin

 

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